Sonntag, 22. Dezember 2019, 15.00 Uhr

Adventsingen in der Klosterkirche

 Das traditionelle Adventsingen des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises Passau-Veszprém in der Klosterkirche Niedernburg bot auch heuer wieder ein außergewöhnliches Musik-erlebnis. Schon lange vor Beginn waren die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz besetzt. Vizepräsidentin Hanne Wachtveitl konnte unter den vielen Besucherinnen und Besuchern neben zahlreichen Mitgliedern des Freundeskreises auch Vertreter aus Kirche und Politik begrüßen. Ihr besonderer Willkommensgruß galt Dompropst und Dompfarrer Dr. Michael Bär, Msgr. Gerhard Hettler und den Ehrwürdigen Schwestern sowie den Vertretern der Stadt Passau, Bürgermeister Urban Mangold, Bürgermeisterin Erika Träger, den Stadträten Clemens Damberger und Siegfried Kapfer sowie Kulturamtsleiter Horst Matschiner. Vom Landkreis konnte sie die stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa begrüßen. Des Weiteren galt ihr Gruß dem  Leiter der Gisela-Schulen, Oberstudiendirektor, Rudolf Nerl, der wieder die Aula für den anschließenden Stehempfang zur Verfügung gestellt hat.

Kraftvoll und strahlend eröffneten die St.-Michaelsbläser Passau-Grubweg das von ihrem Leiter Günter Brilka wieder in bewährter Weise zusammengestellte Konzertprogramm mit

der „Rauhnacht“ von H. Meixner. Dass die drei Meßnerschläger Sängerinnen mit ihren glockenreinen Stimmen wieder ganz besonders die Zuhörer erfreuen würden, zeigte sich schon anfangs, als sie „Maria durch ein Dornwald ging“ zu Gehör brachten. Auch ihre weiteren Lieder während des Adventsingens „Wer tritt im Morgenscheine“ und „Hirten auf, lauft´s na gschwind“ berührten sehr die Herzen der Zuhörer. Festliche Weihnachtsklänge bot ebenso die Hacklberger Klarinettenmusi, die nicht nur neben einer festlichen Intrada auch die Pollinger Weihnachtsmusik und ein Mozart-Menuett aufführte. Besonders beeindruckte auch heuer wieder das hohe musikalische Niveau des Chor Crescendo aus Grubweg. Unter der Stabführung von Günther Brilka intonierten die 17 Sängerinnen und Sänger das „Gegrüsset, Maria“ von Johannes Brahms, die Weihnachtsmotette von Fr. Silcher und das Lied „Liebe kommt zur Weihnacht“ von R. Jones mit viel Feingefühl und ausgewogener Dynamik. Die weiteren von den St.-Michaelsbläsern gespielten Musikstücke „Pastorell“ (H. Meixner) und „Gracieusement“ von J-J. Mouret waren auch für verwöhnte Ohren ein besonderer Genuss. Da die „Wegschoader Sänger“ öffentlich nicht mehr auftreten, wirkte erstmals das aus acht Musikerinnen bestehende Flötenensemble „Polygon“ der Städt. Musikschule Passau beim Adventsingen mit. Von der kleinsten Flöte bis zur über zwei Meter hohen Subbass-Flöte hatten die Spielerinnen unter der Leitung von Musiklehrerin Inge Reinelt vielfältige musikalische Ausdruckmöglichkeiten, die sie mit den Musikstücken „Vom Himmel hoch“ von Johann Sebastian Bach, „In dulci jubilo“ (J.S. Bach, M. Praetorius und L. Paminger) und der Pastorale von F. Giardini gekonnt nutzten. Aber nicht nur instrumental und gesanglich wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Domdekan e.m. Prof. Dr. Otto Mochti verstand es mit seinen Wortbeiträgen, das musika- lische Geschehen harmonisch zu verbinden. So wies er vor dem Lied „In dulci jubilo“ darauf hin, dass schon in frühen Zeiten die positive Wirkung des Singens für das körperliche und seelische Wohlbefinden der Menschen bekannt war. Zum Schmunzeln regte seine letzte Ge-schichte an, in der österreichische Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl nur Ochs und Esel als bescheiden und demütig erachtete, beim Jesuskind an der Krippe zu stehen.

Mit dem Andachtsjodler, der von den Meßnerschläger Sängerinnen angestimmt wurde und in den nacheinander alle Mitwirkenden und Besucher einstimmten, endete das Adventsingen des Freundeskreises. Lang anhaltender Beifall belohnte alle Musiker und Sänger. Sie verzichteten auch dieses Mal wieder dankenswerter Weise auf eine Gage. So kann der Spendenerlös von über 1000 € der „Passauer Tafel“ zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Stehempfang in der Schulaula mit Glühwein und ungarischen Wein klang der besinnliche Nachmittag aus.

Text: Reinhard Wachtveitl, Dt.-Ung. Freundeskreis Passau-Veszprém e.V.

 

 

veröffentlicht am 27. Dezember 2019

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